dumdum666,

Ist schon interessant wie Unternehmen die öffentlich linke Positionen vertreten, dann mit den eigenen Mitarbeitern umgehen.

ichmagrum,

Darf man das überhaupt? Gibts keine Gesetze gegen union busting (was heißt das eigentlich auf Deutsch?)?

dumdum666,

Es ist in Deutschland sogar strafbar Arbeitnehmer daran zu hindern sich selbst zu organisieren. Daran müssen Arbeitgeber nur mit Nachdruck erinnert werden.

Im Moment sind die deutschen Gewerkschaften auch weitestgehend wertlos (IGM mal ausgenommen). Wir bräuchten einen Organisationsgrad wie in Finnland/Schweden von 70-80%, dann hätten wir auch nicht so einen erbärmlich großen Niedriglohnsektor.

trollercoaster,

Der erbärmlich große Niedriglohnsektor wurde damals unter Schröder eingeführt und die Gewerkschaften haben schön stillgehalten, weil irgendwas mit SPD Arbeiterpartei. Die Drehtür zwischen der Führungsetage der DGB-Gewerkschaften und der SPD ist einer der Gründe, warum unsere Gewerkschaften so nutzlos sind. Dass sie so nutzlos sind, führt natürlich zu Mitgliederschwund, was zu mehr Nutzlosigkeit führt.

dumdum666,

Ja, du hast vollkommen recht. Wäre die Frage wie man eine Gründungswelle bei Gewerkschaften auslösen könnte, die sich auch wirtschaftlich selbst tragen…

trollercoaster, (edited )

Wenn ich das wüsste, würde ich eine Gründungswelle wirksamer Gewerkschaften lostreten und mich nicht hier darüber aufregen, dass wir keine wirksamen Gewerkschaften haben…

bleistift2,

Man müsste vermutlich irgendwie nachweisen, dass diese 3 Mitarbeiter – von 50 – wegen des Streiks gefeuert wurden. Hätten sie alle 50 rausgeschmissen, wär’s einfach gewesen.

Um mal die andere Seite der Medaille zu sehen (ich habe den Artikel nicht gelesen weil Paywall): Man muss auch nach einem Streik der Belegschaft schlechte Mitarbeiter feuern dürfen.

iamkindasomeone,

Warum muss man das?

gigachad,

Nich OC, aber: Damit das sehr wertvolle Streikrecht nicht missbraucht wird

trollercoaster,

Das sehr wertvolle, in diesem traurigen Land so kastrierte Streikrecht, das sich kaum missbrauchen lässt, weil Streiks in den meisten Fällen, wo sie angebracht wären, eh verboten sind?

_s10e,

Wenn alle drei in der Probezeit waren.

reddfugee,

archive.ph/SuIF2Hier ohne Paywall. Erst lesen, dann kommentieren.

trollercoaster,

Man müsste vermutlich irgendwie nachweisen, dass diese 3 Mitarbeiter – von 50 – wegen des Streiks gefeuert wurden. Hätten sie alle 50 rausgeschmissen, wär’s einfach gewesen.

Da wurde einfach nur denen gekündigt, deren Kündigung am ehesten rechtlich zu vertreten war. Für die Signalwirkung reicht das.

gigachad, (edited )

Tatsächlich behauptet der GF Max Rempel, die Kündigungen erfolgten im Kontext mit “der Einstellung der redaktionellen Betreuung unrentabler Produkte”.

Verdi zweifelt das natürlich an. Rechtlich möglich ist es in diesem Fall, aber - ob es vor Gericht Bestand hätte ist aber fraglich.

Eine der Betroffenen 3 MitarbeiterInnen ist tatsächlich noch in der Probezeit gewesen, das wird wohl schwer für Sie. So leid es mir für sie tut, käme ich aber auch nicht in der Probezeit auf die Idee streiken zu gehen, denn - dein Arbeitgeber ist in der Regel dein Feind.

Hier noch ein Artikel ohne Bezahlwand, aus dem ich auch die Infos hab: tagesschau.de/…/hr-kritik-an-kuendigungen-bei-der…

Risus_Nex,

Laut dem SZ Artikel waren sogar alle drei noch in der Probezeit.

“Vor dem Streik sei eine Drohkulisse aufgebaut worden, nun werde die Belegschaft abgestraft”

“Im Zuge des Streiks sei mit Andeutungen versucht worden, die Belegschaft einzuschüchtern, ohne konkrete Konsequenzen auszusprechen.”

Flipper,

In der Probezeit streiken ist schon selten dämlich.

Es gibt Dinge die macht man nicht in der Probezeit, dazu gehören eben streiken und einen Betriebsrat zu gründen.

trollercoaster,

Das ist nur dämlich, weil Gewerkschaften und Betriebsräte zahnlose Tiger sind, die kaum Handhabe zur Vertretung der Beschäftigten haben und sich in der ihnen von der Obrigkeit zugedachten Rolle zu sehr gefallen.

Würde die Gewerkschaft etwas taugen, würde die FR jetzt so lange bestreikt, bis die Kündigungen zurückgenommen sind. Aber das ist ja keine Tarifangelegenheit, also verboten.

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